Tagebuch |
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| Unsere Schwarzpinseläffchen
Seit Ende Juli 2009 befinden sich zwei neue Affenart in unserem Zoo, es ist eine kleine Familie Schwarz-pinseläffchen, bestehend aus einem Zuchtpaar und ihrem 1-jährigen Sohn und ein Geschwisterpaar Toten-kopfäffchen. Das Weibchen der Schwarzpinseläffchen ist wieder tragend. Da ich keine Informationen aus der Vorgeschichte dieser Tiere habe, weiß ich nicht, wann der Entbindungstermin von einer ca. 145- tägigen Trage-zeit sein wird. Also heißt es, die Tiere beobachten. |
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Die Schwarzpinselzwillinge blieben nach dem Tot ihrer Mutter bei Vater "Udo" und großem Bruder "Uli". Da "Udo" seine beiden Kinder mir aber nicht freiwillig zum "Fläschchen" brachte und es immer eine mächtige Hascherei im großen Gehege gab, und das Stress für alle Beteiligten war, beschloss ich alle 4 in einen kleineren Käfig zu setzen, wo der Zugriff auf die Babys leichter wurde. Das Anfangstränkgewicht betrug für "Fix" und "Fox", die Affenknaben, 26 und 28 Gramm. Sie tranken in den ersten Tagen, in denen sie sich an das "Spritzenfläschchen" mit Katzensauger gewöhnen mussten, 1ml pro Mahlzeit und das alle 4 Stunden, auch in der Nacht. Nach 1 Woche hatten sie schön zugenommen, "Fix" wog 34 und "Fox" 38 Gramm. Aber am 17.10. lag "Fox" morgens kalt auf dem Käfigboden (ich dachte es hat sich erledigt, bis ich bemerkte, dass ein ganz schwaches Pochen unter der Bauchdecke zu fühlen war). Normalerweise trug Papa "Udo" beide Babys immer am Mann. Bruder "Uli" war noch zu unerfahren und hatte keine Babytrageerlaubnis. Um jetzt kein Risiko einzugehen, entließ ich Papa "Udo" und Bruder "Uli" in ihr großes Zuhause und nahm die Zwillinge mit in die Wohnung. "Foxi" erholte sich rasch und beide fingen pünktlich im Alter von 4 Wochen an, "feste" Nahrung (Bananenbrei) zu kosten. Die beiden Äffchen nahmen konstant zu und hatten ihr Gewicht in der 7. Woche verdoppelt. |
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Eine große Überraschung, der Zoo Hoyerswerda gab uns Ersatz für das verstorbene Weibchen. "Moni" wurde ohne Probleme von den beiden Männern aufgenommen. Die erste Nacht
musste sie noch allein schlafen, in der 2. Nacht ging sie mit in die Schlafhöhle der Jungs, dann wurden "Udo" und "Uli" aber überzeugt, mit in ihr Körbchen schlafen zu kommen. 3 Tage nach "Monis" Ankunft, wagte ich am 1.11. die Zwillinge zu den Erwach-senen zu geben! Ich hatte Glück, Papa "Udo" empfing seine beiden Söhne, nahm sie sofort auf seinen Rücken und brachte sie aus meiner Reichweite. "Moni" und "Uli" waren sehr interessiert und es blieb alles friedlich. Zum Abend habe ich mir die Babys wieder geholt, nicht ganz freiwillig von Papas Seite aus, aber sie brauchten ja noch ihr Fläschchen. Nach dem Frühstück gingen die Zwei zurück zu ihrer Familie. Ich musste mir immer neue Tricks und Bestechungen, mittels Schwarzkäferlarven einfallen lassen, damit mir "Udo" die Zwillinge zum Tränken gab. Das
klappte noch ein paar Tage, dann spielte keiner mehr mit. Im Alter von 8 Wochen bekam ich beide noch einmal gefangen und konnte sie wiegen. Sie brachten jetzt ein Gewicht von 67 und 74 Gramm auf die Waage. Das zeigte mir, dass sie genug feste Nahrung aufnahmen und gut zugenommen hatten. |
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| Rita ist Klaus und Klaus heißt nun Rita |
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Hintergrund Bennett-Känguruhs stammen ursprünglich aus den Eukalyptuswäldern im Südosten Australiens und Tasmaniens. Sie weisen deutliche Größenunterschiede zwischen den Geschlechtern auf. Die Männchen bringen zwischen 15 und 24 Kilogramm auf die Waage, während die Weibchen nur 12 bis 13 Kilogramm wiegen. Der Beutel der Weibchen enthält vier Zitzen, von denen nur zwei Milch geben. Die Schwangerschaft dauert 30 Tage, dann gebiert das Weibchen meist ein Junges, das noch völlig unausgereift entlang einer von der Mutter gelegten Speichelspur in den Beutel krabbelt. Dort wächst es in den nächsten neun Monaten heran. Mit 12 – 17 Monaten wird es entwöhnt. |
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Text: Lausitzer Rundschau vom 12.03.2010 Fotos: Angela Hanschke |
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Sorgen mit unseren Känguruhs Wie aus einschlägigen Zoosendungen bekannt, können Känguruhs eine dicke Backe bekommen. Diese kann so schlimm werden, dass es den Kiefer und auch die Zunge angreift, Diagnose - Nekrobazillose. Zuerst wurde unser Jährling operiert und mußte dann 3 Wochen lang täglich mit einem Antibiotikum gespritzt werden. Es ist alles sehr gut verheilt. Dank an unseren Tierarzt Uwe Dunst. Jetzt haben wir uns "Rita" vorge-nommen. Sie hatte eine Beule auf der Oberlippe und eine dicke Backe. |
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Es war nicht Nekrobazillose, sondern in beiden Fällen ein Melanom. Beide olivengroßen Melanome wurden erfolgreich entfernt und wir hoffen, dass es auch gut heilt. Ein kleines anfängliches Problem war das Baby im mütterlichen Beutel, denn Mutti mußte zur OP ja narkotisiert werden und wie könnte eine Känguruhbabyaufbewahrung aussehen? Natürlich in einem Einkaufsstoffbeutel. Diese Gelegenheit mußte gleich beim Schopfe gepackt werden und nun können wir Ihnen einmal einen Känguruhbeutel von innen zeigen. Sie sehen 4 Zitzen, von denen eine benutzt wird. Am 19. Mai ist "Klaus" an der Reihe und alle hoffen, dass es auch so glatt abläuft. Wir werden weiter berichten. |
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